Die kleine Andacht

(Pfarrerin Thurn)

"Herr lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss." (Psalm 39,5)

 

Liebe Gemeinde!

Mit den Monaten Oktober und November geht das Kirchenjahr zu Ende. Die Tage werden immer kürzer. Es wird kälter und dunkler.

Das Lutherjubiläum kommt mit dem Feiertag am 31. Oktober zu seinem Ende. Auch wir haben noch einige wichtige Veranstaltungen zu diesem Thema (siehe im Gemeindebrief die Seiten 12 und 13).

Ernst sind die Themen in dieser Zeit. Der Ewigkeitssonntag mahnt uns, dass wir alle nicht vergessen sollen, dass wir sterblich sind (siehe im Gemeindebrief die Seite 9).

Traurig ist es, dass die Mitgliederzahlen der Kirche immer weiter sinken. Das ist uns Pfarrern besonders deutlich bei einem Ausflug in die Nordkirche geworden (siehe im Gemeindebrief die Seite 3)

Was bleibt? Was ist wirklich wichtig? Vielleicht werden diese Fragen in der dunklen Jahreszeit besonders dringlich.

Der Prediger Kohelet gibt auf diese Fragen folgende Antwort (Pred 3,12): „Da merkte ich, dass es nichts Besseres gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.“

Lassen wir uns nicht unterkriegen von der Dunkelheit, sondern achten wir lieber darauf, wie reich beschenkt wir tagtäglich von Gott sind (siehe im Gemeindebrief die Seite 7). Manchmal fällt uns das leider erst auf, wenn wir auf etwas verzichten müssen.

Auch die dunkle Jahreszeit hat seine schönen Seiten. Sie lädt uns dazu ein, ruhiger zu werden und die Geborgenheit unserer Wohnungen zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen ruhigen Herbst mit vielen fröhlichen Stunden, an denen sie ihr Leben genießen könne.

Ihre Pfarrerin

Susanne Thurn